Fußballvereine denken um… (zumindest manche)

Dieser Beitrag ist keine Werbung für den KSC im Speziellen und den Fußball im  Allgemeinen. Er ist meinem Freund gewidmet, den ich nicht mehr hergebe. Unter anderem, weil er meine plastikfreien Spinnereien mitgeht und mich unterstützt. Als er die Neuigkeit gelesen hat, zeigte er mir (doch mit Stolz), dass auch „sein“ Verein in Sachen Umweltschutz unterwegs ist und ich das doch bloggen könnte. Hier also etwas aus der Reihe, aber doch irgendwie passend.

Meine bessere Hälfte ist mit Leib und Seele KSC-Fan (und leidet meist sehr). Meine große Leidenschaft ist seit je her Fußball allgemein und so sind wir des öfteren im Stadion. (Für Vegetarier ist die Essensauswahl auf Pommes begrenzt, aber man geht ja nicht wegen des Essens ins Stadion, nicht wahr?)

Vor einiger Zeit machten die Fußballvereine, allen voran der BVB, negative Schlagzeilen. Die bisher zumeist übliche Nutzung von Mehrwegbechern und einem Pfandsystem innerhalb des Stadions wurden diese Saison auf Einwegbecher umgestellt, was vor allem Umweltschützer aufgrund der verschwendeten Ressourcen und der Müllberge auf den Plan rief. Erst die ressourcenintensive Herstellung, und für was? Für den Müll! Der BVB argumentierte, dass die Becher aus Bioplastik und damit abbaubar wären, das Pfandsystem zu aufwändig. Allerdings sind wir da bei der aktuellen „coffee-to-go“-Becher Diskussion, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Mit Mehrwegbecher (egal ob in Stadien, bei Bäckern oder oder oder) könnte so viel unnötiger Müll vermieden werden. Im Stadion ist es aber im Gegensatz zum coffe-to-go nicht möglich, einen eigenen Becher oder gar Getränke von zu Hause mitzubringen. Wir können also nur hoffen, dass der BVB (und auch andere Vereine) wieder auf Mehrweg umstellen. (Generell gibt es zwischenzeitlich Stadien bzw. Vereine, die auf ökologische Stromanbieter umgestiegen sind oder beim Bau schon auf Nachhaltige Lösungen geachtet haben. Der Umweltschutz kommt langsam (aber sicher) auch im Fußball an, das freut mein grünes Fußballer-Herz.)

Beim KSC, bei dem wir auch heute wieder waren, gibt es immerhin Mehrwegbecher. Und noch etwas:

Der KSC bietet jetzt im Fanshop nur noch Tüten aus abbaubaren Recycling-Altpapier (CO2-neutral hergestellt) an, die im Anschluss an den Einkauf als Biomülltüte verwendet werden kann. Ich hoffe ja, dass die Tüte nicht nur zum Heimtragen der Fanartikel genutzt wird, sondern etwas mehr, aber die Idee dahinter ist auf jeden Fall lobenswert. Für jede tausendste Tüte wird über die Organisation „plant for a planet“ ein Baum gepflanzt. (Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt von den KSC-Fans geschlagen werde: das werden wohl nicht allzu viele Bäume pro Saison sein… Auch wenn ich den FC Bayern München nicht sonderlich mag: würden die so eine Aktion starten, gäbe es deutlich mehr neue Bäume….)

Also, wenn sogar schon die Fußballer umdenken, kann das doch eigentlich nur ein gutes Zeichen sein? Trotz allem, ich kaufe mir keinen Artikel im KSC-Fanshop 😉 

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