Zero Waste: Wochenrückblick Nr. 1

Der Februar ist eine Woche alt und es ist Zeit, dass ich unseren Müll dieser Woche anschaue:

  
Die große braune Papiertüte ist vom Turnier des letzten Wochenendes übrig, als wir in großen Mengen Brötchen vom Bäcker bekommen haben. In der Tüte haben wir die Lebensmittel, die übrig waren, mit nach Hause genommen. Da wir einige solcher Tüten zu Hause haben und diese nicht sonderlich stabil ist, haben wir uns gegen eine weitere Verwendung entschieden. Wir sammeln in ihr jetzt das Altpapier. Angefallen sind zwei Kassenbons und mehrere Zettel vom Wiegen im Unverpackt-Laden. Dann habe ich zum Geburtstag eine vegane Schoki bekommen, die im Laufe der Woche aufgefuttert wurde (wer das war, weiß ich ehrhlich nicht 😉 ). Mit der Tüte sind das insgesamt 65 Gramm Altpapier.

Dann haben wir die letzte gekaufte Gemüsebrühe aufgebraucht, welche noch im Haus war. (Letzten Sommer habe ich erstmals versuchsmäßg selbst welche gemacht, die um Klassen besser war und zukünftig gemacht wird, sodass das eindeutig die letzte Gemüsebrühepackung war, die ich (bzw. mein Freund, sie ist noch aus seinem Vorrat, der mit ihm bei mir einzog) gekauft habe (hat). Ja und dann war die vegane Schoki natürlich nicht nur in einer Pappschachtel verpackt, sondern natürlich auch noch extra in Plastik. Zusammen sind das 50 Gramm Gelber-Sack Müll.

Restmüll ist keiner angefallen, dafür natürlich einiges an Bio-Müll, welchen ich aber nicht wiegen werde, da er kompostiert und somit dem Kreislauf zurückgeführt wird.

Mein Fazit bzw. „was kann noch vermieden werden“:

Bei dem Plastikmüll bin ich sehr entspannt, da es alles nur Müll ist, der nicht mehr anfallen wird bzw. ein Geschenk war (ein sehr leckeres Geschenk, wohlgemerkt). Es ist also kein alltäglicher Müll. Vielleicht bin auch so gelassen, weil wir gestern unseren Wocheneinkauf wieder komplett zero waste gestalten konnte und ich daher weiß, dass das die Überbleibsel der Vorplastikfrei-Zeit waren. Wir werden sehen, was die kommenden Wochen bringen (außer 3 weiterer geschenkten Schokis. Dafür habe ich auch brav im Unverpackt-Laden keine neue gekauft.).

Bei dem Papiermüll fällt auf, dass so einiges vermeiden könnte. Die Gläser könnte ich im Unverpackt Laden wiegen und dann mit einem wasserlöslichen Stift das Gewicht aufschreiben. Das könnte ich sogar der Ladenbesitzerin vorschlagen. Dadurch könnte sie einiges von dem Papier sparen und ich hätte daheim nicht mehr diesen Müll. Für die Zukunft werde ich das so handhaben und vielleicht wird Anna dieses System dann übernehmen?! Kassenzettel sollte ich noch vehementer ablehnen, allerdings führen wir eine Art Haushaltsbuch und müssten uns dann alle Preise merken bzw. irgendwie gleich notieren. Mal schauen, wie wir das in Zukunft gestalten werden. Die Tüte selbst ist natürlich riesig, aber ich hoffe, dass ich sie nicht vor dem Sommer voll habe.

Trotz allem. Ich bin mit der Woche ganz zufrieden und bin auf die kommende gespannt. In dieser habe ich frei und möchte mich an veganer Butter versuchen. Diese gibt es nämlich nur mit obligatorischen Plastik. Außerdem möchte ich euch meine plastik- bzw. müllfreien Zahnputzausrüstung in der Entplastiken-Reihe vorstellen. Am 14. Februar haben wir außerdem wieder Freunde zum Brunsch eingeladen, mal sehen, wie zero waste wir dieses mal bleiben können.

Einen schönen Restsonntag allen, mich besuchen meine Eltern für Kaffee und Kuchen. Und ganz ohne dass sie es merken, wird es vegan und zero waste. 🙂

Müllbilanz Woche 1:

50 Gramm Gelber Sack/Plastikmüll

65 Gramm Altpapier

——————-

115 Gramm Gesamtmüll

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18 Antworten zu Zero Waste: Wochenrückblick Nr. 1

  1. kat+susann schreibt:

    Klasse! Ich mach mir so meine Gedanken, und kaufte bewusster ein diese Woche, aber mit Familie ist es verflixt schwierig. Und einem Mitbewohner, der sparen muss. (Ergo die Discounter vorzieht.)aber mir fiel auf, es war nicht mehr soviel gelber Sack wie sonst. Immerhin!

  2. kat+susann schreibt:

    Meine Wochenbilanz … o.k. Im Supermarkt die Extrapapiertüte um den Käse gespart ! Und! Deren Folie , die so plastikartig aussieht, ist 100% abbaubar.. und kann in den Bio Müll.
    Mein Freund hat es geschafft zum Bäcker einen Stoffbeutel mitzunehmen.. es ging ohne Probleme.
    Meine Erfahrung der letzten Woche.. man muss fragen im Geschäft. Niemand, aber wirklich niemand war komisch deswegen.. ich hab gesagt, dass ich Müll vermeinden will usw. alles o.k. und ! der Kunde ist doch König.. wenn er, der Kunde Müll vermeiden will, wird ihm geholfen.. das sagte mir gestern der Supermarktleiter.. und wiess auch gleich auf die neuen Papiertüten beim Obst und Gemüse hin.
    Ausserdem habe ich selber Haushaltsreiniger und Scheuerpulver hergestellt.. und abgefüllt in die leere Plastikflasche des Reinigers..
    Milch in der Glasfalsche ist richtig toll ! Ja, sie ist teuer und auch mein Freund will das eigentlich sparen) aber ! Man kann jetzt sehen,wieviel Milch man so verbraucht.. und das wiederum hilft mir, den Verbrauch zu reduzieren 🙂
    Einen Nullverpackungladen gibt es hier leider nicht. Auch nicht in der Nähe..
    Für diesen Monat haben wir uns jetzt vorgenommen,wenn ein Plstikartikel aufgebraucht ist, für den eine andere Lösung zu finden.. bin gespannt!
    Auf die Zahnputzausrüstung bin ich schon gespannt..!
    liebe Sonntagsgrüsse
    Susann

    • Ica schreibt:

      Hallo Susann, wow! Das klingt nach einer Menge Müllvermeidung! Und ja, man muss den Mut aufbringen zu fragen, oft hilft es. Auch wenn ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass der Kunde nicht immer König ist, hat man doch zum Nachdenken angeregt. Drück euch die Daumen, dass ihr gute Alternativen findet und sich der Freund mit der Müllvermeidung trotz teurer Milch anfreundet! LG, Ica

  3. Nicole schreibt:

    Wahnsinn wie wenig Müll ihr habt ! 🙂

  4. Esther schreibt:

    Hallo Ica,
    das sieht doch schon prima aus 😉
    Hast du das Rezept für die Gemüsebrühe schon online gestellt? Die Rezepte, die ich bislang gefunden habe sind unglaublich im Energieverbrauch.
    Schönen Sonntag!
    LG Esther

    • Ica schreibt:

      Hallo Esther,
      Nein, noch nicht. Habe sie bisher nur einmal gemacht und das in einem geliehenen Dörrgerät. Da geht es mit dem Enegieverbrauch grad so, bei mehreren Stunden im offenen Backofen ist es schon fragwürdig. Möchte es im Sommer nochmal in meiner Dachgeschosswohnung ohne Dörrgerät versuchen. Oder eine Paste ohne Trocknen, die dann halt nicht so haltbar ist. Wenn ich meinen Liebsten überzeugt bekomme, bauen wir im Sommer ein Solardörrgerät. Würde sich auch für die vielen Äpfel im Garten anbieten… Mal schauen!
      LG, Ica

      • Esther schreibt:

        Ich bin etwas neidisch 😉

      • Ica schreibt:

        ich muss ihn erst noch überzeugen, vorher lohnt sich neidisch sein gar nicht 😉 und falls ich es schaffe, gibt es dann auch eine Anleitung 🙂

      • Esther schreibt:

        Ich dachte auch an deine vielen Äpfel im Garten … wir bemühen uns noch immer vergeblich um ein Stück Grün in der Stadt.

      • Ica schreibt:

        Der Garten der Schwiegereltern… Wir haben leider auch keinen. Aber dort wachsen 4 Apfelbäume und ein Walnussbaum. Bald kommen noch Hühner dazu und 3 Hochbeete mit Salat werden auch schon länger gepflegt. Und dabei sind das gar keine Ökos 😉

      • Esther schreibt:

        :)))))))))))))))))))))))))) toll, das bedeutet ich sollte den Partner wechseln? 😉

      • Ica schreibt:

        Meine Schwägerin sagt immer, Eltern hat man, Schwiegereltern sucht man sich aus! 😉
        Nein, natürlich nicht. Ich hab da glaub einfach nur viel Glück. Wobei dieses „Glück“ auch häufig zu Streit führt, weil noch nicht ganz klar ist, wo wir mal leben werden… Hat also alles seine Vor- und Nachteile, wie immer.

  5. macky0 schreibt:

    Wahnsinn richtig gut! Ich bin immer geschockt, wie viel Müll bei uns in der 4er WG anfällt. Ich bin zum Beispiel die einzige, die auf den Markt geht und was das alleine schon für einen Unterschied macht. Bei uns gibt es auch leider keinen Unverpacktladen. In 2 Wochen bin ich dann in Kanada und bin mal gespannt wie das wird, denn dort trennen die meisten Leute nicht einmal Müll. Mal sehen ob ich da noch ein bisschen was ändern kann. Kompost haben wir auf jeden Fall vor ca. einem Jahr schon eingeführt 😉
    Liebe Grüße

    • Ica schreibt:

      Danke! Gibt es in Kanada nicht auch Bulkshops? Wie lange bleibst du da? LG

      • macky0 schreibt:

        Ja die gibt es zum Glück! Wir haben sogar einen direkt in der Nähe. Frische Sachen bekommt man da aber leider nicht und im Winter gibt es dort keine Märkte. Das heißt man ist komplett auf Supermarktketten und somit verpacktes Obst und Gemüse angewiesen.
        Ich bin bis Ende Mai in Kanada 🙂
        LG

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