DIY: Deocreme aus Kokosöl, Natron und Stärke

Weil es vergangene Woche gewünscht wurde und ich mir allmählich eh ein neues Deo anrühren muss, kommt hier mein Rezept für selbstgemachte Deocreme. Dieses Rezept kommt im Internet relativ häufig vor, einen Urheber konnte ich nicht ausmachen. Ich möchte hier jedoch ausdrücklich betonen, dass ich es nicht erfunden habe! (Nicht, dass ich noch verklagt werde.)

Vor langer  Zeit habe ich mein selbst gemachtes Deo zum Sprühen aus Wasser und Natron gezeigt, und ich habe seit dem kein einziges Mal konventionelles Deo gekauft. Da diese Variante aber keinerlei pflegende Elemente besitzt, suchte ich weiter nach Alternativen und bin dann bei dieser Creme gelandet, die ich seit einem guten Jahr verwende. Ich bin sehr zufrieden damit. (Das Sprühdeo verwende ich ab und zu noch, um meine Klamotten damit einzusprühen (unter den Achseln), das verhindert dann auch beim Sport unangenehme Gerüche sehr wirksam!)

Das „Rezept“ für die Deocreme ist wirklich sehr einfach, die meisten Sachen gibt es ohne Plastik, es ist lange haltbar und sehr schnell angerührt. In kleine Gläschen gefüllt ist es auch super für Reisen geeignet. Doch Vorsicht. Mein Gläschen (ein altes von einer aufgebrauchten Gesichtscreme) hielt einen schusseligen Morgen gut aus. Beim Zweiten schusseligen Sturz war es schon etwas sauer mit mir und beim dritten Schussel-Morgen und einem harten Aufprall im Waschbecken wollte es mich dann nicht länger begleiten. Glas hat definitiv auch seine Nachteile!

  
 

Ihr benötigt:

  

  • 2 Teile Kokosöl (gibt es im Glas)
  • 1 Teil Natron (gibt es in Papier)
  • 1 Teil Stärke (gibt es teilweise auch in Pappe/Papier)

Das Kokosöl schmelzen (ich stelle es im Winter dazu einfach auf die Heizung und im Sommer in die Sonne), Natron und Stärke vermischen und ins Öl einrühren. Im Kühlschrank fest werden lassen und fertig. Es entsteht eine feste Creme, die man gut mit den Fingern aufnehmen kann. Beim Einreiben unter der Achsel schmilzt die Creme und lässt sich gut verteilen. Ein frischer Kokosgeruch lichtet auch die dunkelsten Wintermorgen auf, ist aber nicht aufdringlich und verfliegt schnell wieder.

  
Und da ich bei dem Zähneputzen-Artikel vollkommen zurecht nach den Inhaltsstoffen gefragt wurde, möchte ich kurz vorstellen, wie diese Zutaten wirken:

  • Das Kokosöl wirkt aufgrund seiner Laurinsäure antibakteriell und entzündungshemmend. Sie schützt die Haut damit vor Bakterien, Keimen und Pilzen, die den eigentlich geruchsfreien frischen Schweiß stinken lassen. Dazu pflegt es die Haut und wirkt auch pur im Gesicht oder an trockenen Waden Wunder (zumindest bei mir!).
  • Natron wirkt bekanntermaßen nicht minder antibakteriell und ist daher in fast allen Rezepten für DIY-Deos enthalten.
  • Stärke soll zum einen auf natürliche Weise die Schweißdrüsen verengen und somit das Schwitzen leicht hemmen und zum anderen die Creme andicken, damit sie bei Zimmertemperatur nicht schon flüssig ist (was Kokosöl pur wäre).

So, ich hoffe, damit habe ich alle Wünsche erfüllt. Falls noch Fragen sind, einfach stellen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und einen erfrischenden Kokosduft in der Nase am frühen Morgen!

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15 Antworten zu DIY: Deocreme aus Kokosöl, Natron und Stärke

  1. neulandwegovegan schreibt:

    bin grad schnell in die Küche und habe es ausprobiert!! Ich werde berichten!

  2. Nicole schreibt:

    Das wird demnächst mal ausprobiert. Zur Zeit teste ich noch die Deocreme von Wolkenseifen. Die ist auch nicht schlecht, aber selber machen ist immer besser als fertig kaufen 🙂

  3. atroksia schreibt:

    Ich bin auch gerade dabei ein Parfüm ( Bio ) von mir aufzubrauchen, damit ich dann die Flasche weiter verwenden kann für selbstgemachtes Deo. Deine Idee gefällt mir aber auch stattdessen ein festes zu machen. Gläser hab ich genug 🙂

    • Ica schreibt:

      Ich war mit dem Sprühdeo auch zufrieden, doch die Creme hat durch das Kokosöl pflegende Eigenschaften und das fand ich dann auf Dauer angenehmer. Berichte dann mal, wie du damit zurechtkommst, jede Haut ist ja anders… LG

  4. kat+susann schreibt:

    Danke !!!!!!!! 🙂
    S.

  5. aquasdemarco schreibt:

    Guter Tipp!!!
    So ganz ohne Kunststoff sind Gläser nicht, der Deckel kann sogar Bisphenol enthalten

    • Ica schreibt:

      Ja, es gibt einige Wenige mit Deckeln ganz frei von Weichmachern etc, aber das ist leider die Ausnahme. Ich finde es schonmal wichtig, kein Einwegplastik zu verwenden. Wer nicht auf Reisen geht, kann den Deckel auch weglassen und mit einem Teller abdecken (oder gleich ein Weckglas verwenden.) Danke für das Darauf-Aufmerksam-Machen. LG

  6. sanftmut schreibt:

    Bei sehr warmen Temperaturen wie letzten Sommer, hält leider ein Glas mit Schraubverschluss auch nicht dicht. Ich hatte das Kokosöl dann rund herum um das Glas. Im Sommer empfiehlt sich eventuell ganz ganz wenig Kokosöl.

  7. Grünzeug schreibt:

    Genauso mache ich mein Deo auch selbst! 🙂
    Manchmal mische ich noch ein paar Tropfen ätherisches Öl unter (ich liebe den Duft von Rose) – so kann das Deo den eigenen Wünschen noch besser angepasst und immer wieder verändert werden.

    Liebe Grüße
    Jenni

  8. ichbindannmalminimal schreibt:

    Der Beitrag ist das perfekte Rezeptbuch für mein Vorhaben auch meine Hygieneartikel selber zu machen. Dankeschön !!!

    • Ica schreibt:

      Freut mich! Gelingt eigentlich immer! Wäre schön, wenn du mir sagen könntest, wie du damit zurecht kommst und es verträgst! LG

  9. Pingback: Ich mache mein Deo jetzt auch selber | unser Leben im Wendland

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