Zero Waste?! Wochenerückblick Nr. 3

Pünktlich zum Sonntag ein kurzer Rückblick, wie zero waste unsere Woche war:


Zum ersten Mal seit dem wir drauf achten, fiel Restmüll in Form von Jeans-Stückchen und ein paar Fäden an. Das liegt daran, dass ich (zum ersten Mal) Jeans geflickt habe (Beitrag folgt). Diese Stückchen wiegen tatsächlich 2 Gramm. Wenn ich dran denke, dass ich dafür eine neue Jeans hätte kaufen sollen und die alte wegwerfen… dann fallen die 2 Gramm tatsächlich nicht ins Gewicht.

Beim Plastikmüll sieht man, dass sich der Herr des Hauses mit einer Erkältung (böse Zungen sprechen gar von Männerschnupfen 😉 ) herumgeärgert hat. Ein paar Medikamtenverpackungen, eine leere Tempoverpackung und eine alte Zahnbürste. Darüber hinaus noch ein Schokoladenpapier einer geschenkten Schokolade und Frischhaltefolie, die ich zum Herstellen eines veganen Blätterteigs benötigt hatte. (Ich muss mir endlich mal Wachstücher machen!!!)

Zu den Tempos und der Zahnbürste: beides verursacht vom Herrn des Hauses. Er putzt bisher seine Zähne sehr konventionell. Die unverpackten Zahntabs nutzt er seit kurzer Zeit. (Hier findet ihr einen Beitrag zu meinen plastikfreien Zahnputzalternativen.) Und da nun keine neue Plastikzahnbürste mehr im Haus war, hat er dann auch auf die Holzzahnbürste zurückgreifen müssen. Allerdings hat er mir noch gar nicht gesagt, was er davon hält. Bei den Tempos erlitt er ein ähnliches „Schicksal“. Ich kaufe keine Küchentücher, keine Taschentücher und eben keine Plastikzahnbürsten mehr. Und da er sowas beim Einkaufen sehr gerne vergisst, ist es dann eben nicht im Haus. Und so musste er, nachdem das geschenkte Päckchen von der Apotheke aufgebraucht war, auf das zurückgreifen, was im Haus war und wogegen er sich bisher erfolgreich gewehrt hatte: die altbewährten Stofftaschentücher. Ich glaube, er fand das dann gar nicht mehr so schlimm, wie er es sich ursprünglich ausgemalt hatte. Denn nachdem die paar benutzt waren, die ich ihm rausgelegt hatte, fragte er, wo weitere sind. (Yeah, ein Erfolg für die Ökotanten 🙂 ). Der Plastikmüll macht diese Woche 20 Gramm aus. Und ja, ich hatte erst noch überlegt, ob ich die Zahnbürste weiter fürs Putzen nutzen soll, aber da ich schon zwei im Schrank liegen habe für genau diesen Zweck, habe ich diese gleich in den Müll geworfen.

Beim Altpapier findet man dann den Kassenzettel der Apotheke (der Herr des Hauses sagt da nicht sehr streng „nein“, bzw. kann ich es auch verstehen, wenn man mit einem „Erkältungs-Schädel“ da steht, nicht mehr dran denkt, dass die Freundin so öko ist, dass sie sogar Kassenzettel ablehnt), mehrere Teebeutelverpackungen (Geschenke, wir kaufen losen Tee) und eben die Verpackung der Hydrophil-Zahnbürste. Die Sachen wiegen zusammen 5 Gramm. Also immerhin weniger als in der Woche davor :).

Diese Woche waren wir auch nicht bei Anna einkaufen, daher konnte ich den Stift nicht ausprobieren. Da wir aber alle benötigten Lebensmittel hatte, außer Schokolade, bin ich bewusst nicht hin, um nicht in Versuchung zu geraten. Ein Verzicht auf Schoki tut meinem Körper mal ganz gut… *schnief*. Nächstes Wochenende beim Einkaufen brauchen wir aber Müsli, und da werde ich hoffentlich an den Stift für die Gläser denken, um den Papiermüll aus Woche 1 zu vermeiden… So, nun zur Bilanz:

 

Gesamtbilanz Februar Woche 3

2 Gramm Restmüll

20 Gramm Gelber Sack/Plastikmüll

5 Gramm Altpapier

————————

27 Gramm Gesamtmüll

 

Gesamtbilanz Februar 2016

2 Gramm Restmüll

85 Gramm Gelber Sack/Plastikmüll

100 Gramm Altpapier

——————————-

Gesamtmüll: 187 Gramm (das kann sich doch sehen lassen, auch wenn es noch weit weg von einem Marmeladenglas/Jahr ist….)

 

Und da ich vom Brunch letzter Woche noch vegane Butter und auch vegane Nutella übrig hatte, und beides nicht schlecht werden sollte, backte ich gestern noch selbstgemachte Schokohörnchen mit einem selbstgemachten veganen Blätterteig (Rezept folgt!). Und mit diesen Hörnchen lass ich mir jetzt den Sonntag schmecken und wünsche euch einen mindestens genauso leckeren und entspannten Sonntag!

PS: Nächste Woche gibt es einen Beitrag zum Jeansflicken und eine Filmempfehlung. Darüber hinaus wird das Buch „Affluenza“ verlost. Wer noch Interesse an dem Buch hat, möge sich bitte bis zum 26. Februar beim entsprechenden Post mit einem Kommentar oder Like bemerkbar machen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Klima, Umwelt und wir, Schritte, die jeder gehen kann, Step by Step, Zero Waste abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Zero Waste?! Wochenerückblick Nr. 3

  1. Klein Pip schreibt:

    Hi! Ich hatte mal irgendwo gelesen (weiß leider nicht mehr wo), dass man Stoffreste auch in die Altkleidersammlung geben kann, da die Textilien sowieso noch einmal sortiert werden und alles, was nicht (mehr) tragbar ist, dann recycelt wird, u.a. als Dämmmaterial im Häuserbau. Dann müsstest du die Stoffreste nicht in den Restmüll geben.
    Allerdings kann ich keine Garantie auf die Richtigkeit dieser Information geben!
    Viele Grüße,
    Pip

  2. Esther schreibt:

    Hallo Ica,
    lustig, wie du den Mann des Hauses zur Veränderung bewegst. Manchmal ist es hilfreich, wenn es keine Alternative gibt. Dann stellen wir auch schon mal fest, das wogegen wir uns vehement wehren, ist gar nicht so schlecht.
    😉
    Ich bin auf deinen Blätterteig gespannt, es ist eine Schande, dass es einfach keinen Blätterteig ohne Palmfett gibt.
    Einen schönen Sonntag! Esther

    • Ica schreibt:

      Und ohne Verpackung! Ich teste noch, wie er sich nach dem Einfrieren verhält. Muss aber erst nochmal eine Portion machen und da erst noch mal Butter. Dann berichte ich, ob sich der Vorrat lohnt, sonst ist es leider echt viel Arbeit… Aber lecker 🙂
      Lg und danke!
      Ps: Männer brauchen halt manchmal etwas länger 😉

  3. christianehoffmann schreibt:

    Auf das Rezept für den Blätterteig bin ich sehr gespannt. Aber vor allem wollte ich Dich ein bisschen beruhigen: Wenn ich mich nicht sehr täusche, kommt zumindest bei Bea Johnson in das vielzitierte Marmaladenglas nur echter Restmüll. Dinge, die man in recyceln kann (wie Dein Plastik und der Papiermüll) zählt bei ihr nicht rein 🙂 Aber selbst wenn nicht, bin extrem beeindruckt von Deiner Bilanz!!!

    • Ica schreibt:

      Danke! Ich zähle Papier mit, weil ich die Ressource Baum so unglaublich wichtig finde und da einfach einen Überblick bekommen möchte. Plastik muss ich fast schon mitzählen, weil in Deutschland leider nur ein Bruchteil davon wirklich recycelt (meist sogar nur donwcycelt) wird. Das meiste wird leider verbrannt 😦 aber jedes bisschen „weniger“ motiviert mich, genauso wie eure Rückmeldungen! Danke!

  4. 🔆Sigrid🔆 schreibt:

    Liebe Ica, nun verstehe ich erst, worum es dir geht, nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe. Sehr bewunderns- und auch nachahmenswert, zumindest in vielen Aspekten. Es wäre wahrscheinlich schon ein riesiger Fortschritt, wenn der ganze Plastik- und Verpackungsmüll vermieden werden könnte, aber wenn ich mich umsehe, dann wird auch das kleinste Teilchen verpackt in eine riesige Umverpackung – z.B. Speicherkarten für die Kamera. Fiel mir erst vor kurzem wieder auf, aber anders ist die ja nicht zu bekommen oder mit viel Aufwand. Dein Blog ist eine gute Informationsquelle. LG ☼Sigrid☼

    • Ica schreibt:

      Danke! Wenn jeder nur ein bisschen drauf achtet und das ein oder andere Teelicht nicht kauft, ist schon viel erreicht, ohne dass man verzichten müsste! Vielleicht ist „Kampf gegen den Plastikwahnsinn“ ja ein neues Hobby für dich, wenn der Winter zu lang ist und man nicht so gern radelt oder wandert 😉 LG, Ica

      • 🔆Sigrid🔆 schreibt:

        Oh, ich achte auch darauf, möglichst Plastik zu vermeiden, was aber bei mir noch nicht zum Gebrauch von Holzzahnbürsten geführt hat (nur ein Beispiel) – so weit geht es dann doch nicht bei mir, aber all dieser Verpackungsmüll macht auch mir Angst, denn es wird immer, immer mehr und die meisten denken gar nicht daran, auf irgendwas zu verzichten. Die Wegwerfgesellschaft ist noch immer eher im Aufwärts- als im Abwärtstrend – meine ich jedenfalls, deshalb schaue ich ja auch, dass ich nichts wegwerfe, was noch funktioniert und wenn, dann verschenke ich das z.B. ans Sozialkaufhaus, wo es noch anderen zugute kommt. Ob Kleidung oder Geschirr – ich trenne mich zwar davon, verschenke es aber weiter. LG Sigrid

  5. sanftmut schreibt:

    ich hatte mal überlegt, alle mini Stoffreste und Fäden zu sammeln und damit ein Kuscheltier oder Kissen zu füllen. Irgendwann ist mir aber der Geduldsfaden gerissen.

  6. Pingback: DIY: Jeanshose(n) am Hosenboden flicken | Step by step in ein anderes Leben…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s